Leben wir in einer Digitalen Gesellschaft?

Schaubild Digitale Gesellschaft

Kürzlich wurde eine Stude veröffentlicht, die der Frage nachging, wie digitalisiert Deutschland ist. Hierzu wurde der sogenannte Digitalisierungsgrad erfasst. Das Ergbenis: Wir befinden uns derzeit im Mittelmaß der Digitalisierung.

Die Studie wurde auf Initiative des Netzwerks für die Digitale Gesellschaft, D21, durchgeführt. Der gemeinnützige Verein ist, man kann es ahnen, ein deutlicher Befürworter einer digitalisierten Welt und hat sich zur Aufgabe gemacht, die digitale Kluft zu verhindern.

Nebenbei möchte man Arbeitsplätze schaffen (die Medienindustrie profiitert ja bereits heute) und arbeitet hierfür eng mit Politik und Wirtschaft zusammen, um für eine Informationsgesellschaft zu werben. Robert A. Wieland ist daher nicht nur der Vizepräsident von D21, sondern parallel Geschäftsführer von TNS Infratest, die die Studie durchgeführt haben.

So verwundert es auch nicht, dass ein Ergebnis der Studie ist, dass der Digitalisierungsgrad eher im Mittelfeld liegt. Worin jede Menge Entwicklungspotential enthalten ist, ansonsten aber auch nicht viel Überraschendes zutage kommt (wie bereits in vorangegangenen Studien nicht).

Außerdem wurden Nutzer digitaler Medien ihrem Verhalten nach in folgende sechs Nutzertypen eingeteilt:

  • Außenstehender Skeptiker
  • Häuslicher Gelegenheitsnutzer
  • Vorsichtiger Pragmatiker
  • Reflektierter Profi
  • Passionierter Onliner
  • Smarter Mobilist

Befragt wurden hierzu 3819 Deutsche ab einem Alter von 14 Jahren. Die Gruppe der außenstehenden Skeptiker ist mit 28,9 Prozent die größte. Das bedeutet, dass diese Personen die Möglichkeiten von Web 2.0 wenig bis gar nicht nutzen und dem auch eher kritisch gegenüberstehen. Diese Gruppe ist im Mittel allerdings auch 63 Jahre alt – repräsentiert sie damit auch das Durchschnittsalter der Deutschen?

Die nachfolgende Gruppe der häuslichen Gelegenheitsnutzer mit 27,9 Prozent ist deutlich jünger mit durchschnittlich 44 Jahren. Hier werden die Möglichkeiten des Internets vor allem zu Recherchezwecken genutzt. Die dritte Gruppe der vorsichtigen Pragmatiker mit 9,5 Prozent nutzt das Internet vermehrt und legt dabei besonderen Wert auf den Schutz persönlicher Daten. Eine Übersicht der Erhobenen Daten wird auf der Seite des Digitalen Index geboten.

[IMG © flickr / axbom cc]

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